Der Müllerburschenweg durch das Vogtländische Mühlenviertel

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Müllerburschenweg

Im nordwestlichen Teil des Vogtlandkreises, aber dennoch im Zentrum des sächsischen, thüringischen, bayrischen und böhmischen Vogtlandes, befindet sich die Region „Vogtländisches Mühlenviertel“.

Dort um die Orte Leubnitz, Syrau, Pausa, Mühltroff und Mehltheuer standen einst viele Mühlen, hauptsächlich Wassermühlen, aber auch einige Windmühlen. Die Wassermühlen nutzten größtenteils die Wasserkraft der Flüsse Weida, Wisenta und des Rosenbachs. Urkundlich lässt sich das zahlreich angesiedelte Müllergewerbe im Vogtländischen Mühlenviertel bis ins frühe Mittelalter zurückverfolgen. An vielen Stellen erinnern die Straßen- oder auch bestimmte Ortsnamen an die frühere Müllerzunft. Wenige Mühlen sind erhalten geblieben und werden heute anderweitig genutzt. Einige Mühlen wurden liebevoll restauriert und zu Gaststätten und ähnlichen Einrichtungen, u. a. auch zu Museen, umgebaut.

Der MüllerburschenWeg führt auf ca. 50 km durch die reizvolle Landschaft des Vogtländischen Mühlenviertels zu den heute noch erhalten gebliebenen Mühlen und zu den historischen Spuren eines einst so regen Gewerbes in dieser Region - der Müllerei.

Wir starten in Pausa am Rathaus mit der Besichtigung der "Erdachse". Einer alten Überlieferung nach, ragt hier der Erdachsenstumpf aus der Erde, der nach dem Einwerfen einer Münze sichtbar wird. Zum Auftakt bietet sich nach vorheriger Anmeldung ein geführter Stadtrundgang, einschließlich des Besuches der ehemaligen Mühlenstandorte: Haasenmühle, Stadtmühle Pausa) an (Voranmeldung über 037432/6030).
Die Mühlenstandorte sind auch auf durch Wegweiser gekennzeichnete Strecken zu erreichen.
Unsere Wanderung beginnt auf dem rot markierten Weg in Richtung Elm. Wir erreichen nach 1,4 km das Freibad und das Restaurant „Am Freibad“ Pausa (Fr 16 - 20 Uhr, Sa/So 10 - 20 Uhr, Sommersaison 10 - 22 Uhr, Tel.: 037432/ 50303) In der Badesaison lohnt sich ein Aufenthalt im Bad zu einer Erfrischung im kühlen Nass.
Weiter folgen wir der roten Markierung über Unterpirk (B 0), kreuzen die B 282 und erreichen den Elm. Ein kleiner Abstecher nach rechts bietet uns eine herrliche Aussicht nach Süden. Wieder zurück ist der Wanderweg ab der Elmbrücke (Bahnlinie Plauen-Hof) blau markiert (Europäischer Fernwanderweg Eisenach-Budapest EB ). Dieser Weg führt nach Drochaus. Wir halten uns in Richtung des Ortsteiles Geiersberg auf der Straße in Richtung Oberpirk. Ab hier ist der Weg gelb markiert. Danach wird die Bahnlinie überschritten und nach wenigen Minuten Oberpirk erreicht. An der ersten Abzweigung nach rechts (Interessierte können noch etwa 150 m weiter in den Ort hinein laufen, um die dort links etwas versteckt liegende kleinste Talsperre, zumindest in Europa, zu besichtigen) verfolgen wir diesen Weg durch ein weitläufiges Wiesengelände (ehemaliger Torfstich) - rechts liegen die Bitthäuser - bis zur Fasendorfer Straße. Die Fasendorfer Straße begehen wir nach links und überqueren nach etwa 300 m die B 282. Hinter den Häusern befindet sich ein Wirtschaftsweg, der nach rechts an den noch vorhandenen Resten der Oberpirker Windmühle vorbei direkt nach Mehltheuer führt. Er endet an der Antonstraße, in welche wir rechts kurz einbiegen, um sofort wieder nach links die Goethestraße hinab zu laufen. An der Kreuzung mit der Bundesstraße setzen wir unsere Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite (B 0) mit der Unterführung unter dem Gelände der Deutschen Bahn (Z 0) fort. Wir finden uns auf der Leubnitzer Straße wieder und treffen hier wieder auf den blauen Fernwanderweg Eisenach - Budapest, dem wir nach links weiter Richtung Syrau folgen. Kurz vor Erreichen der B 282 (B 0) kann man aber auch auf der Hohen Straße die noch gut 50 Meter weiterlaufen, um dem kleinsten Musikinstrumentenmuseum der Welt einen Besuch abzustatten. Ab dem Mehltheurer Sportplatz und der Gaststätte „Zum Holzfäller“ (Öffnungszeiten: Mi-Fr 11-22 Uhr, Sa 11-24 Uhr, So 11-20 Uhr; Tel.: 037431/3388) geht es weiter auf dem Europäischen Fernwanderweg „Eisenach - Budapest“ (EB), dem „Grenzweg“ in Richtung der ehemaligen Waldschänke „Klein Amerika“. Wir befinden uns im thüringisch - sächsischen „Grenzgebiet“.
Von „Klein Amerika“ führt der Weg weiter auf der grünen Markierung über die „Schwarze Brücke“, danach rechts parallel zur Eisenbahnlinie (Bahnlinie Plauen-Hof-München) und die „Birkenallee“.
Von weitem sieht man auf einer kleinen Anhöhe, der „Drachenburg“, die mächtigen Ruten der Syrauer Windmühle (Öffnungszeiten: Mai-Sept. Sa, So, Feiertag von 11-16 Uhr und Juli-Aug.: Di- So von 11-16 Uhr, andere Zeiten nach Vereinbarung, Führungsdauer ca.30 min; Tel.: 037431/3735) schon herübergrüßen. Wir folgen der grünen Markierung, dem VogtlandPanorama-Weg® durch Syrau mit Einkehrmöglichkeiten im „Haus Vogtland“ (Öffnungszeiten: Mo 9-14 Uhr / 18-24 Uhr, Mi-Sa 9-24 Uhr, So 9.30-23 Uhr; Tel.: 037431/3342) und im „Café Syrau“ (Öffnungszeiten: Sa/So ab 11 Uhr, Mo-Mi ab 15 Uhr, Tel.: 037431/86620). Im Höhlenpark, unter dem sich das Labyrinth der Syrauer Drachenhöhle (Öffnungszeiten: Mo-So von 9.30-17.00 Uhr, verkürzte Öffnungszeiten in den Wintermonaten; Tel.: 037431/3735) erstreckt, befindet sich auch der Eingang zur Höhle, der einzigen Schauhöhle Sachsens und eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Durch den Ort, bis zur 7 Wege - Kreuzung in dem Naturschutzgebiet Syrau-Kauschwitzer Heide verläuft unser Weg weiter auf der grünen Markierung. Dieses Gebiet ist eine im Vogtland einmalige, reich strukturierte Heidelandschaft, die als Lebensraum besonders wichtig ist für Wiesen- und Bodenbrüter wie Braunkehlchen, Wiesenpieper, Rebhuhn, Wachtel; Heckenbrüter wie Neuntöter, Goldammer sowie Wat- und Wasservögel wie Bekassine, Kiebitz, Teichhuhn und Rohrammer. Ab der 7-Wege-Kreuzung folgen wir der gelben Markierung durch den Wald auf Schneckengrüner Flur. Vorbei geht es an dem idyllisch gelegenen ehemaligen Waldgasthof „Reiboldsruh“. Kurz vor diesem interessiert den Kenner sicher die Orchideenwiese links im Grund des Kuhbergbachs (zur entsprechenden Jahreszeit). Weiter auf der gelben Markierung durch den Wald hat man vom Waldrand aus bald Schneckengrün mit dem „Kuhberg“ vor sich, aber auch einen weiten Blick in die herrliche vogtländische Landschaft des Burgsteingebietes bis zum Fichtelgebirge. Von hier begehen wir den Kirchsteig Leubnitz - Reiboldsruh hinab zum Gasthof Teichmühle (Öffnungszeiten: täglich ab 11.30 Uhr, Di/Mi Ruhetag; Tel.: 037431/86930) in Leubnitz (B 300). Hier empfiehlt sich rechts ein Abstecher durch den Leubnitzer Schlosspark, vorbei an den Teichen zum Schloss Leubnitz (Öffnungszeiten: Mo-Do 9.00 - 13.00 Uhr, Di/Mi/Sa 13.00 - 16.00 Uhr). Am Zaun des Teichmühlengeländes an der Schneckengrüner Straße entlang führt unser Weg auf der jetzt grünen Markierung über die Wiese hinunter zum Abfluss des Blauteiches (Teich an der Straße neben der Teichmühle). Danach am Waldrand entlang des Waldstückes „Spiegelleithen“, vorbei an der Forstmühle (Geschichte: 1495 - erstmalige Erwähnung, 1500 - 1 Mühlrad, 1596 - Erweiterung mit 3 Mahlgängen und 1 Schneidgang, um 1850 - 2 Mahlgänge und 1 Ölmühle, 1943-1946 - Entstehung des heutigen Mühlen- und Schneidkomplexes, nach 1946 Entwicklung zu einer modern ausgerüsteten Roggenmühle, 1990 - Stillegung der Mühle, heute - privater Landwirtschaftsbetrieb; noch zu sehen: Mühlengebäude, Mühlsteine), die man auf der gegenüberliegenden Talseite sehen kann, bis zur Papiermühle. Im Gebäudekomplex der ehemaligen Papiermühle befindet sich die Gaststätte „Connys Bauernstube“ (Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-22 Uhr, Sa 11-23 Uhr, So/Feiertag 11-21 Uhr, auf Vorbestellung ab 10 Personen erweiterte Öffnungszeiten möglich; Tel.:037431/3376). An den Häusern der Papiermühle wird die Brücke über den Rosenbach überquert und der Weg, der nach links am alten Steinbruch vorbei durch den Wald in Richtung Rößnitz führt, benutzt. Dieser Weg führt zum Teil am alten Mühlgraben der Rößnitzer Mühle entlang. Vorbei am Gebäude der Mühle erreicht man die Ortsmitte Rößnitz, die durch den schiefen Renaissanceturm geprägt wird. Der Weg führt weiter, ab hier gelb markiert, auf der Straße Richtung Leubnitz. Etwa 200 m nach dem Ortsausgang zweigt links eine asphaltierte Straße in Form eines Hohlweges ab. Es ist die alte Ortsverbindungsstraße Rößnitz - Rodau, die wir nun durch den Wald bis zum Waldausgang verfolgen. Dort führt der Weg rechts ab hinunter zum Gasthaus Weißmühle (Öffnungszeiten: Zur Zeit ist nur nur nach Vorbestellung geöffnet: Tel.: 037431/3565). An der Weißmühle biegen wir links ab auf die Landstraße Richtung Rodau. Neben der Straße sieht man noch einige Reste des alten Mühlgrabens. Nachdem das rechts an der Strecke liegende Waldbad Rodau (B 0) passiert ist, überquert die Straße den Rosenbach. Etwa 50 m unterhalb der Brücke mündet der Steinichtbach in den Rosenbach. Am Ortseingang Rodau erreichen wir die Hahnmühle.
Ab dem Ortszentrum Rodau (B 0) folgen wir der gelben Markierung auf der alten Landstraße in Richtung Schönberg. Ca. 500 m nach dem Ortsausgang erreichen wir die alte Kornbacher Straße.
Wir kreuzen den Rundwanderweg Kornbach und erreichen, ab hier auf rot markiertem Weg nach einer kurzen Strecke die Dorfmitte (B0).
Von hier führt die rote Markierung weiter über die Bahnstrecke und kreuzt dort abermals den Rundweg um Kornbach. Auf der alten Straße erreichen wir das Schützenhaus Mühltroff. Gegenüber dem Schützenhaus am anderen Ufer des Flüsschens Wisenta befindet sich die Obermühle, die erste der drei Mühlen in Mühltroff.
Weiter führt uns der Weg auf der roten Markierung, bis zum Schloss und der Schlosskirche. Unter 036645/3030 können Führungen angemeldet werden.
Der rot markierte Weg führt uns über die B 282 an der Herrenmühle vorbei in Richtung Pausa. Etwa 250 m nach dem Bahnübergang befindet sich links die Lippoldsmühle. Wir erreichen diese über einen unmarkierten Stichweg. Zurück von der Mühle führt uns unser weiterhin rot markierter Weg am Thierbacher Teich vorbei, durch den Mühltroffer Forst und Oberlinda (Aussichtspunkt) zum Dorf Linda. Hier lohnt sich ein Blick auf die historische Ringwallanlage. Nach 350 m wechseln wir am Wegweiser nach links auf den grün markierten Weg nach Bad Linda. Wir verlassen die Straße nach rechts und wandern an der Reinhardsquelle vorbei (links vom Weg) zum Rast- und Aussichtspunkt Pöhl. Ab hier begeben wir uns wieder auf den roten Weg nach Wallengrün. Am Waldausgang befindet sich rechts des Weges eine Orchideenwiese (Blütezeit Mai bis August).
Nach dem Passieren der Wallengrüner Mühle mit ihrem hohen Schornstein (Storchennest) überschreiten wir die Weida, einem linken Nebenfluss der Weißen Elster. Wir folgen nun nach rechts der grünen Markierung in Richtung Pausa. An der Kreuzung zum Pausaer Gewerbegebiet können wir den Wanderweg verlassen und folgen der Straße an der Agrargenossenschaft "Weidagrund" e.G. vorbei zur Zebaothsmühle. Nach weiteren 100 m erreichen wir wieder den grün markierten Wanderweg in Richtung Pausa.
Alternativ gehen wir ab der Kreuzung zum Pausaer Gewerbegebiet auf den grünen Weg und erreichen nach ca. 1 km die Obere Mühle (Oertelsmühle) am Abzweig Unterreichenau.
Von hier wandern wir weiter auf dem rot markierten Weg am Friedhof und der Michaeliskirche vorbei bis zum Zentrum von Pausa.
Zum Abschluss der Wanderung können die Wanderer auf Anmeldung am Schmiervorgang der Erdachse aktiv teilnehmen.

Müllerburschenweg


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Info

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Vogtländisches Mühlenviertel
und Gebiet um den Burgstein

Am Park 1
08539 Rosenbach/Vogtl.
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Tel./ Fax: 037431/ 86200
info@muehlenviertel-vogtland.de

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