Neustart im Sportheim
Wie sich sicher schon herum gesprochen hat, haben wir im
Sportheim Leubnitz einen neuen Pächter oder besser gesagt,
eine Pächterin. Tuangphorn Mergner (genannt Deng) hat am
22.10.08 das Domizil übernommen. Mit tatkräftiger
Unterstützung ihres Freundes Peter Hering soll daraus wieder
eine Stätte der Begegnung werden, nicht nur für Sportler,
sondern für alle Bürger. Um sich ein genaueres Bild zu
machen, habe ich die zwei am4. Dezember interviewt.
Warum
habt ihr euch für die Übernahme des Sportheimes entschieden?
Deng wollte eine richtige Beschäftigung haben. Sie sitzt
nicht gern herum, sondern möchte etwas für sich und ihr
Umfeld tun, will sich einbringen.
Es sind zwar erst ein paar Wochen vergangen, aber habt ihr
es schon bereut? Nein, auch wenn es hin und wieder Schwierigkeiten
gibt.
Welche sind das?
Am schwierigsten gestaltet sich die Bürokratie
zusammen mit der sprachlichen Barriere
bei den Behörden. Auch nicht leicht
sind die neu zu lernenden Sachen wie Kassen-
und Buchführung. Für Peter ist der zeitliche
Aufwand auch nicht zu unterschätzen,
denn für beide wirft das Sportheim zu wenig
ab. Also geht Peter auch arbeiten. Um aber
alles richtig ins laufen zu bringen, ist momentan
neben der Arbeit noch enorm viel zu
tun. Von den 2 Ruhetagen z.B. geht schon
einer drauf für sauber machen, einkaufen
und Vorbereitungen. Freizeit bleibt bis auf
weiteres ein Fremdwort.
Welches Konzept verfolgt ihr?
Wir haben vom Vorgänger erst einmal überwiegend
das Konzept und die Preise übernommen.
Es sind aber Neuerungen vorgesehen.
Das bedarf natürlich der Planung und gründlichen
Vorbereitung. Veränderungen beziehen sich sowohl auf den sportlichen,
als auch auf den gastronomischen Teil. Das
Sportheim soll für alle attraktiver werden.
Verraten wird aber noch nix, denn wie heißt
es so schön: Über ungelegte Eier spricht man
nicht.
Seid ihr mit den Gästezahlen zufrieden? Im Moment schon, denn durch verschiedene
Feiern ist der Terminkalender im Dezember
gut gefüllt. Ansonsten könnten es mehr sein, vor allem die Nachmittagszeit, die man bei
einer guten Tasse Kaffe und Kuchen hier gemütlich
verbringen kann, wird noch zu wenig
genutzt. Also wer ein Kaffeekränzchen
ins Leben rufen möchte, kann sich z.B. den
Donnerstag Nachmittag reservieren lassen.
Oder wie wär's mal mit einer „ruhigen Kugel“
am Samstag Abend. Ein bisschen Bewegung
ist immer von Vorteil.
Kann man im Sportheim Familienfeiern abhalten?
Ja, wir führen Familienfeiern jeder Art
durch, maximal für ca. 50 Personen. Auch
ein Angebot für gestresste Hausfrauen: Wer
am Wochenende mal nicht mittags am Kochtopf
stehen möchte, kann im Sportheim den
Sonntagsbraten genießen (Vorbestellung
erwünscht).
Wann ist das Sportheim geöffnet?
Mittwoch und Freitag von 15 bis 23 Uhr,
Donnerstag 15 bis 22 Uhr,
Samstag ganztägig bis 23 Uhr und
am
Sonntag von 9 bis 13
und 15 bis 22 Uhr.
Geöffnet ist dazu natürlich
zu jedem Sportwettkampf.
Was wünscht ihr euch?
Wir wünschen uns, dass das Sportheim gut
besucht wird von Sportlern, Nichtsportlern,
vielleicht auch Wanderern und Touristen.
Wir wünschen uns, dass die Kegelbahn noch
mehr genutzt wird, auch von den benachbarten
Gemeinden. Wir wünschen uns, dass
eventuell noch bestehende „private Vereine“
(z.B. Kartenspielclubs, Frühschoppen) wieder
bei uns vorbei schauen. Kurz, wir wünschen
uns Unterstützung und Erfolg.
Diesen Wünschen kann sich die Redaktion
der Leubnitzer Nachrichten nur anschließen.
Unterstützung ginge z.B. über den LSV. Meine
Recherchen im Internet haben mich nämlich
auf die Idee gebracht, dass das Sportheim
in die
Internetseite des LSV integriert
werden sollte. Ein sehr gutes Beispiel ist die
Internetseite des 1.FC Wacker. Ich habe
noch eine Anmerkung in eigener Sache. Mit
meinen Mitarbeitern war ich am 11. Dezember im Sportheim zur Weihnachtsfeier. Wir
wurden sehr freundlich empfangen, mit thailändischem
Essen verwöhnt und haben natürlich
auch beim Trinken jeden Wunsch erfüllt
bekommen. Bei einer Stunde Amateur-Kegeln hatten wir richtig Spaß. Es war ein
rundherum gelungener Abend und für uns
hat das Sportheim den „Test“ jedenfalls sehr
gut bestanden.
Kerstin Müller, Langer Weg |